Wie kann KI in der Grundschule pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden?


Genau an dieser Frage setzt unser Projekt KIGaR – KI in der Grundschule anwendungsorientiert in Regensburg an. KIGaR ist ein partizipatives Bildungsprojekt an der Universität Regensburg, das Lehramtsstudierende dazu befähigt, kindgerechte, KI-gestützte Lernszenarien zu entwickeln, im Unterricht zu erproben und kritisch zu reflektieren. KI wird dabei nicht als bloßes Werkzeug verstanden, sondern als pädagogische und gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe.

=> Alle Spiele, Materialien sowie weitere Infos stehen kostenlos unter https://kigar.kudikupa.de/ zum Download zur Verfügung.

Worum geht es konkret bei KIGaR?

Das Projekt verbindet drei zentrale Perspektiven:

1. KI multiperspektivisch und kritisch verstehen: Mit dem KI-Meta-Modell (mehr dazu unter: https://lnkd.in/eXfwqkXZ) wird KI nicht nur technisch, sondern auch ethisch, bildungsphilosophisch und gesellschaftlich reflektiert. Im Fokus stehen Mündigkeit, Verantwortungsmacht und informatisches Denken.

2. KI handlungsorientiert 🛠️gestalten: Im Sinne von Deweys „learning by doing“ entwickeln Studierende in Teams gemeinsam mit Schüler:innen KI-gestützte Lernspiele für den Sachunterricht. Das heißt, es geht um kindgerechtes, sicheres Interagieren mit pädagogischer Unterstützung. Ferner geht es darum, ethische Fragen zu thematisieren sowie um das Fördern von Kreativität und Kollaboration.

3. KI partizipativ 🤝 einbetten: KIGaR steht für eine Kultur der Partizipation (weitere Infos dazu unter: https://lnkd.in/eMT4vP2r), d.h. es geht um Mitgestaltung, Mitsprache und Mitbestimmung als Gegenentwurf zu Kommerzialisierung und algorithmischer Steuerung im Bildungsbereich. Mit anderen Worten: KIGaR versteht Lernende nicht als passive Nutzer:innen digitaler Systeme, sondern als aktive Co-Gestalter:innen.

Was sind die Ziele?
Für Lehramtsstudierende: Aufbau medienpädagogischer und medienethischer Kompetenzen, fachdidaktische Weiterentwicklung und vertiefte Reflexion zu Bildung im Zeitalter von KI.
Für Grundschulkinder: Förderung von Medienkritik, kritischem Denken, Selbststeuerung und kollaborativem Arbeiten in spielerischen, intrinsisch motivierenden Lehr-Lernkontexten.
Für die Lehrerbildung und Schule: Transferfähige Seminarkonzepte und konkrete, als OER verfügbare Unterrichtsszenarien zur reflektierten Integration von KI in schulische Lernprozesse.

Forschung und Praxis verzahnt gedacht: KIGaR ist als Design-based-Research-Projekt angelegt: Von theoretischer Fundierung über Spielentwicklung und schulische Erprobung bis hin zu videobasierter Analyse und bildungsphilosophischer Reflexion (u.a. Podcasts, Reflexionsformate, öffentliche Tagung und Abschlusspräsentation der Ergebnisse).

Projektleitung: Dr. Stefanie Nickel und Daniel Autenrieth


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